Wasserwelten

Nur wenige Dinge auf dieser Welt sind wohl so faszinierend und gleichzeitig so unbekannt wie unsere Meere. Unendliche Tiefen, unentdeckte Kreaturen, verlorene Welten - all das und noch viel mehr erwartet uns unter der Wasseroberfläche. Tiere und Pflanzen zeigen sich in einer Farbenpracht wie man sie an Land wohl nur sehr selten sieht. Viele Lebewesen unter Wasser haben Eigenschaften und Fähigkeiten entwickelt, die einen nur staunen lassen. Fähigkeiten, wo man lange glaubte, dass das nicht möglich ist.

SeegurkeFast alle Lebewesen benötigen Sauerstoff um existieren zu können. Alle am Land lebenden haben dazu ihre Lungen und die Fische besitzen Kiemen um an den notwendigen Sauerstoff zu kommen. Seegurken oder Seewalzen haben aber weder Lungen noch Kiemen. Aber auch sie benötigen zum Leben Sauerstoff. 

Doch wie atmen Seegurken, wenn sie keine Kiemen haben?

Seegurke Seegurken werden auch als Staubsauger des Meeres bezeichnet. Mit ihrer Mundöffnung, welche meistes mit Tentakeln ausgestattet ist, sammeln sie Sedimente des Bodens auf und ernähren sich von den darin enthaltenen mikroskopisch kleinen Organismen. Die Abfälle geben sie wieder über ihre Kloake ab, so dass Sandhäufchen zurückbleiben.
Das ist aber nicht die einzige Funktion der Kloake. Von der Kloake führen Atemröhren, auch Wasserlungen genannt, in den Körper. Durch zusammenziehen der Kloake pressen sie Wasser durch diese Atemröhren, welches sich im Körper mit den Körperflüssigkeiten vermischt. Dadurch werden die Körperflüssigkeiten mit Sauerstoff versorgt. Bei manchen Arten sind die Atemröhren in der Kloake verlängert, sogenannte Cuviersche Schläuche. Bei Gefahr können sie diese ausstoßen, so dass die Feinde von den klebrigen Fäden verwirrt sind oder sich darin verfangen.